Review: Dead Account – Band 01

Mit „Dead Account“ liefert Shizumu Watanabe eine neue, spannende Action-Reihe, die sich perfekt für Fans von Mystery, Action und Horror eignet. Im ersten Band wird der Leser in eine Welt eingeführt, in der moderne Technologie auf unheimliche Phänomene trifft – und das macht den Manga zu einem fesselnden Erlebnis.

Ein Zeichenstil, der an „Black Clover“ erinnert

Der Zeichenstil in „Dead Account“ erinnert stark an Werke wie „Black Clover“, was besonders durch die dynamischen Kämpfe und die detailreichen Outfits der Charaktere deutlich wird. So hat der Protagonist, Souji Enishiro, in seinem Kampfaufzug eine ähnliche Energie wie Asta, der Held aus „Black Clover“. Besonders auffällig sind dabei die detaillierten Ausdrücke und das ständige Wechselspiel von Freude und Wut, das die Figuren zu leben erweckt. Souji selbst besitzt ein Gemüt, das dem von Asta sehr nahe kommt: Der junge Streithammel, der zwar oft impulsiv handelt, aber ein großes Herz für seine Familie und seine Freunde hat. Diese Parallelen sind ein echter Pluspunkt, da sie dem Charakter eine vertraute Tiefe verleihen.

Eine moderne Geschichte mit übernatürlichen Elementen

Was den Manga besonders auszeichnet, ist die Verbindung von Technologie mit übernatürlichen Elementen. In der Geschichte manifestieren sich die Geister der Verstorbenen nicht mehr nur in unserer Welt, sondern sie bewohnen Smartphones. Dies eröffnet spannende neue Dimensionen in der Auseinandersetzung mit der digitalen Welt. Souji ist ein berüchtigter Streamer, dessen schockierende Videos nicht nur die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf sich ziehen, sondern auch einen düsteren Hintergrund offenbaren: Er handelt, um das Leben seiner kranken Schwester zu finanzieren. Diese tragische Motivation verleiht dem Charakter zusätzlich eine menschliche Tiefe, die den Leser emotional fesselt.

In typischer Shonen-Manier gibt es auch in „Dead Account“ reichlich Action, die gut mit humorvollen und emotionalen Momenten gemischt wird. So entstehen immer wieder Szenen, die den Leser mitfiebern lassen – sei es in den Kämpfen gegen die Geister oder in den berührenden familiären Momenten. Die Charaktere wirken authentisch und gut durchdacht, was in vielen Shonen-Manga nicht immer der Fall ist.

Der erste Band von „Dead Account“ bietet eine solide Einführung in die Geschichte, in der wir nicht nur Soujis Konflikte und die Bedrohung durch die Geister kennenlernen, sondern auch die zunehmend dunkle Welt um ihn herum. Der Spannungsaufbau ist hervorragend, und der Manga zieht den Leser in seinen Bann, ohne zu viele Geheimnisse zu offenbaren.

Das Design des Mangas gefällt mir sehr gut, besonders die dynamischen Zeichnungen in den Kampfszenen und die stimmungsvollen Hintergründe. Watanabe hat es geschafft, eine düstere, fast schon unheimliche Atmosphäre zu erschaffen, die den Manga von anderen Shonen-Werken abhebt.

Fazit

„Dead Account“ bietet einen interessanten Mix aus moderner Technologie und übernatürlichem Horror und ist dabei sowohl spannend als auch emotional packend. Der Zeichenstil, der mich an „Black Clover“ erinnert, gefällt mir hervorragend und trägt zur Charakterentwicklung bei. Die Geschichte macht Lust auf mehr und ist definitiv einen Blick wert – sowohl für Shonen-Fans als auch für Neueinsteiger. Ich bin gespannt, wie sich die Reihe weiterentwickeln wird!